Fabriggli Mürner


Fabriggli Mürner mit Hochkamin 


Nächster öffentlicher Anlass im Fabriggli: Tag der offenen Türe, Samstag, 13. Oktober 2018, 9:00-12:00. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!

Geschichtliches

1890 verkaufte der Mechaniker Johann Mürner ein Stück seines Landes am Mülibach an den Giesser Emil Santschi, der darauf eine Giesserei errichtete. Als Santschi einen besseren Standort für seine Giesserei fand, kaufte Johann Mürner das Gelände samt Giesserei zurück und verkaufte es an seinen Sohn Johann, der eine mechanische Werkstätte einrichtete. Er gilt als Erfinder verschiedener Geräte und Apparate.

1915 starb sein Bruder Emil Mürner, der an der rechten Mülibachseite eine Sägerei betrieben hatte. Die Burgergemeinde Thun kaufte der Witwe das Areal ab und erwarb 1926 auch den Besitz des Johann Mürner. Seither dient das Fabriggli mit dem Hochkamin der Burgergemeinde als Werkhof.


Der Verein "Saagi am Mülibach" saniert das Fabriggli

Fabriggli-altDer Anblick des vom Zerfall bedrohten Fabriggli mit seinem bereits leicht angeschlagenen Kamin war dem Verein schon längere Zeit ein Dorn im Auge. Es schien denkbar, dieses Gebäude als Renovierungsobjekt zu erhalten. Da es der Burgergemeinde gehört, mussten wir dort anfragen. Unser Anliegen fand offene Ohren und Herzen! 

Die Burgergemeinde Thun fand in uns einen Partner, der die nötigen Arbeiten übernehmen konnte, und wir erhielten im Gegenzug ein Objekt mit Werkraum, das ins Konzept des Vereins passte. Nach kurzen Verhandlungen und grosszügigem finanziellem Entgegenkommen der Burgergemeinde, des Heimatschutzes und anderer Sponsoren konnte das Fabriggli im Baurecht übernommen werden.

2 Renovation KaminSeit 2008 arbeitete der Verein nun, zum Teil mit Hilfe von Fachkräften und Zivilschutzabteilungen, an der Sanierung. Eine neue Gruppe von Helfern hat in über 4000 Stunden Freiwilligenarbeit sehr vieles zustande gebracht: Das Gebäude ist saniert, der Hochkamin wurde gesichert und den heutigen Anforderungen angepasst.

TransmissionIm Herbst 2011 konnte das Fabriggli eingeweiht werden und steht nun in den Sommermonaten (nach Anmeldung) der Öffentlichkeit offen. 

Im Erdgeschoss wurde eine Transmission eingebaut, die  von einem Elektromotor angetrieben wird. An sie angeschlossen sind verschiedene Maschinen aus der Landmaschinenwerkstatt Bieri  (Unterlangenegg) und andere Maschinen  zur Metallbearbeitung. Dank dem Fachwissen der Helfer arbeiten die Maschinen mit meist ehrwürdigem Alter nach ihrer Restaurierung reibungslos!

Im Dachgeschoss sind verschiedene Industriebetriebszweige anschaulich präsentiert. So können in der Seilerei kurze Seile hergestellt werden. In der Schuhmacherei sind Leisten, Nähmaschinen und viele Schusterutensilien zu betrachten. Daneben zeigt eine Ausstellung die Vielfalt der Schreinerwerkzeuge. Eine Drechslerei, Zimmermannswerkeuge und sogar eine weltweit einzigartige Mehrspindel-Schlitzfräsmaschine ist zu bestaunen.

Des Weiteren befindet sich im Moment (Frühjahr 2018) im ehemaligen Bienenhaus im Anbau des Fabriggli die Schindelmacher-Werkstatt im Aufbau.

24 An der Arbeit

Das Prunkstück jedoch bildet die Esse, die am Hochkamin angeschlossen ist.  An ihr arbeitet bereits der Kunstschmied Karl Stump. Pläne sind vorhanden, Schmiedekurse durchzuführen.

Ein Besuch lohnt sich bestimmt!

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